Sieg beim Vorlesewettbewerb - Aletta Schmitz (6d) vertritt das „Einstein“ als Schulsiegerin

Einer der größten bundesweiten Wettbewerbe feiert in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag.  Seit 1959 findet in Deutschland der Vorlesewettbewerb des „Börsenverein des Deutschen Buchhandels“ in Kooperation mit Schulen, Büchereien und Buchhandlungen statt. Die Bedeutung des Lesens und Vorlesens kann man nicht hoch genug einschätzen, werden doch wichtige soziale und sprachliche Fähigkeiten dadurch gefördert. Zugleich stoßen die Teilnehmer das Tor zu zahllosen Geschichten auf und loten jedes Jahr klassische als auch aktuelle Jugendliteratur mit ihren Leseproben aus. Traditionell startet der Wettbewerb in den Klassenzimmer der teilnehmenden Schulen. In allen 6. Klassen des Einstein-Gymnasiums ermittelten die Schülerinnen und Schüler bis Anfang Dezember einen Klassensieger. Alle Teilnehmer am Klassenentscheid mussten dazu aus einem Buch ihrer Wahl eine Textstelle in der Länge von rund 3 Minuten vorlesen. Nach dem Vortrag des Wahltextes folgte dann ein Überraschungstext, bei dem die Vorleser ihre Fähigkeiten ohne Vorbereitung nochmals unter Beweis stellen mussten. 

Nach spannenden Vorleserunden standen die Klassensieger fest: Tuğçe-Naz Günay (6a), Ruslan Murzametov (6b), Tallulah Willmann (6c) und Aletta Schmitz (6d) hatten ihre Mitschülerinnen und Mitschüler besonders überzeugt. Neben der Lesetechnik (Wird sicher und flüssig gelesen?) hatten diese auch die Interpretation (Wurde der Text inhaltlich und atmosphärisch gut erfasst und umgesetzt?) und Auswahl der Textstelle (beim Wahltext) bewertet. 

Im neu gestalteten ETM wurde dann Anfang dieser Woche der Schulsieger ermittelt. Zwei fünfte Klassen hörten als Publikum auf Sitzkissen und Stühlen lauschend zu. Die Jury aus den Deutschlehrern Susanne Asset, Stefan Kiefer und Uli Hillenbrand bekam zunächst vier atmosphärisch überzeugend vorgetragene Wahltexte zu hören: Tuğçe-Naz las eine Stelle aus dem Roman „Sadako will leben“, einem Klassiker des österreichischen Schriftstellers Karl Bruckner. Ruslan bot eine Kostprobe aus der Fantasy-Serie „Die Dämonenakademie“, mit der der britische Autor Taran Matharu 2015 debütierte. Tallulah trug gekonnt eine Textstelle aus der Reihe „Susannah – Auch Geister können küssen“ von Meg Cabot vor. Und Aletta komplettierte die erste Runde mit dem Prolog aus dem Roman „Shine“. Die Entscheidung über den Schulsieger des „Einsteins“ brachte schließlich der Fremdtext. Alle vier Teilnehmer trugen eine für sie ausgewählte Textstelle aus Andreas Steinhöfels „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ vor, wobei der Erfolgsroman mit seiner Komik auch beim Vorlesen für manche Lacher im Publikum sorgte. Nach einer intensiven Diskussion musste die im Anschluss tagende Jury ein Urteil fällen, das nicht leicht fiel angesichts der durchweg guten Leistungen. Das knappe Rennen machte schließlich Aletta. Sie wird das „Einstein“ beim kommenden Regionalentscheid vertreten. Die Jury dankte allen Teilnehmern für ihren Einsatz und den kurzweiligen Schulentscheid und bedachte die vier Klassensieger mit Buchpreisen. 

[HBR]